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Bahnunterführung keine Utopie mehr


Auf dieser Seite finden Sie folgende Berichte und Artikel:

12.06.2008: "Endlich kommt Kirchlengern zum Zug" (Bericht NW Bünde)

14.09.2007: "Lösung für Bahnunterführung Kirchlengern in Sicht" (Bericht NW Bünde)

14.07.2007: "Tunnel im Ortszentrum keine Utopie mehr" (Bericht NW Bünde)


Endlich kommt Kirchlengern zum Zug

Die Vorbereitungen für die Bahnunterführung im Ortskern sind in vollem Gang
Baubeginn womöglich 2012

Kirchlengern (buck). In die Akte „Bahnunterführung“ im Kirchlengerner Ortskern kommt Bewegung. Darüber, dass die Baumaßnahme an der Lübbecker Straße dringend notwendig ist, sind sich Bürger und Bürgervertreter lange einig. Jahrelang hatte die Deutsche Bahn AG derweil auf diverse Dringlichkeitsstudien verwiesen, nach denen in Kirchlengern kein Bedarf an Baumaßnahmen zu verzeichnen sei. Nun haben die Bahn-Entscheider offenbar begriffen, dass die Autoschlangen an den netto mehrere Stunden am Tag geschlossenen Schranken nicht mehr tragbar sind. Gestern teilte Bürgermeister Rüdiger Meier mit, dass der Weg offen stehe für die ersten Schritte in Richtung Bahnunterführung. Ein Fachplaner hat bereits mit Vertretern der Gemeinde drei mögliche Trassenvarianten erarbeitet. Voraussetzung für die positive Entscheidung der Bahn war, dass die Gemeinde die Vorplanungskosten etwa für die Machbarkeitsstudie übernimmt. Und „das Geld ist im Haushaltsplan ausgewiesen“, sagt Rüdiger Meier. Der nächste Schritt ist, die beste Trassenvariante zu ermitteln. Meier rechnet mit dem Ergebnis der Machbarkeitsstudie, die jetzt in Auftrag gegeben wird, im Spätherbst 2008. Meier hofft, dass die Bauarbeiten in drei Jahren beginnen können, ab 2012 ist der Fall „Kirchlengern“ nämlich in das Förderprogramm von Bahn, Bund und Land aufgenommen.

(Neue Westfälische Bünder Tageblatt, Donnerstag 12. Juni 2008)


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Lösung für Bahnunterführung Kirchlengern in Sicht

Baubeginn ab 2012 realistisch / Fraktionen und Verwaltung wollen Projekt gemeinsam vorantreiben

Bericht der NW am 14. September 2007 von Andrea Rolfes (Foto: Tyler Larkin)

Warten, bis der Zug
kommt – das treibt die Kirchlengeraner regelmäßig zur Verzweiflung Die geschlossenen Bahnschranken in der Ortsmitte trennten einst Bürgermeister Rüdiger Meier regelmäßig von seiner Liebsten, wie er am Mittwoch im Planungsauschuss wissen ließ und Vorsitzender Arend Janzon rechnete aus, dass er in seinem Leben zusammengerechnet fünf Wochen am Bahnsteig vor geschlossenen Schranken gewartet hat. Die Verwaltung und alle Parteien sind sich sicher: „Das muss ein Ende haben.“ Eine Lösung scheint in Sicht. 2012 könnte der Bau einer Unterführung beginnen.

Netto mehrere Stunden pro Tag sind die Bahnschranken geschlossen, der Verkehr staut sich bis zur Grundschule und weit nach Südlengern hinein. Rüdiger Meier bezweifelt, dass sich die Situation in den nächsten Jahren bessern wird. Ganz im Gegenteil, Meier geht laut Verkehrsprognosen davon aus, dass der Verkehr bis 2015 um 60 Prozent zunehmen werde. „Deswegen ist es an der Zeit, das endlich etwas passiert“, waren sich alle Fraktionsmitglieder am Mittwochabend einig. Von der Verwaltung forderten sie deshalb einstimmig, das Projekt voranzutreiben und den Ausschuss vierteljährlich zu informieren.

Laut Meier sei das längst passiert. Am 21. März dieses Jahres habe es ein erstes Gespräch gegeben mit der Deutschen Bahn AG in Hannover Eine zweites hätte im Mai stattgefunden, woran auch der dritte Partner im Boot, Straßen NRW, teilgenommen habe. „Ergebnis dieser Gespräche ist, dass wir ab 2012 in die Planungen des Landes reinkommen und es realistisch, dass etwas passiert“, so Meier, der Betont, dass das Projekt Bahnunterführung nur mit finanzieller Hilfe des Landes und der Bahn begonnen werden könne.

Die Deutsche Bahn hätte ebenfalls angekündigt, das Projekt ab 2012 zu unterstützen. Wie und in welcher Form, stehe allerdings noch in keiner Weise fest. „Wir müssen eine wirtschaftliche Lösung suchen, Traumtänzereien bringen uns nicht weiter“, macht Meier deutlich.

Das beziehe sich auch auf die Ziele eines solchen Projekts. „Wichtig ist, dass die Wünsche der Kirchlengerner berücksichtigt werden.“ Dazu gehöre auch eine vernünftige Planung, zum Beispiel hinsichtlich der Auswirkungen einer Bahnunterführung auf die Geschäftswelt im Ortskern.

Eine Machbarkeitsstudie wurde bereits 2002 durchgeführt. Damals sei das Vorhaben aber im Sande verlaufen, weil man zunächst die neue Umgehungsstraße realisieren wollte, so der Bürgermeister.

Ein weiterer Aspekt des Projektes könnte eine Lärmschutzwand an den Schienen entlang der Ortsdurchfahrt sein. „Wir haben das Problem angesprochen und hoffen dass die Alteinwohnern zukünftig vom Verkehrslärm geschützt werden können“, gibt Meier Hoffnung.

(Neue Westfälische Bünder Tageblatt, Freitag 14. September 2007)


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Tunnel im Ortszentrum keine Utopie mehr

Bahn will Kirchlengern ab 2012 berücksichtigen

Bericht der NW am 14. Juli 2007 von Dieter Schnase

Die Deutsche Bahn AG will eine Untertunnelung der Bahn im Ortskern Kirchlengern für den Zeitraum ab 2012 in ihre Planungen aufnehmen. Damit bekommt die Mitte der 80er Jahre im Auftrag der Gemeinde erstellte Machbarkeitsstudie für eine Tunnellösung unerwartete Aktualität (rechts Ausschnitt eines Entwurfs).

Wie Bürgermeister Rüdiger Meier gestern im Gespräch mit der NW bestätigte, habe er vor einiger Zeit in einem Brief an den Bundestagsabgeordneten Dr. Reinhard Göhner (CDU), der aus Kirchlengern kommt, die Probleme im Ortszentrum auch nach dem Bau der Umgehungsstraße B 239n geschildert. „Die Schranken am Bahnhof sind mittlerweile sieben Stunden am Tag geschlossen“, so Rüdiger Meier. Die Folge: Täglich bilden sich nach wie vor lange Staus vor und hinter der Schranke. Vor Jahren gab es auch Pläne für eine große Brücke, die die Gleise überspannen sollte. Das Bauwerk scheiterte aber frühzeitig an einem Bürgerbegehren, das die Unabhängige Wählergemeinschaft initiiert hatte und ihr den Sprung in den Rat ermöglichte.

Zur Debatte steht nun eine Tunnellösung, wobei der Bürgermeister deutlich machte, dass sich Land (die „Lübbecker“ ist hier eine Landstraße) und Bahn alle Möglichkeiten offenhalten wollten. Reinhard Göhner habe bereits mit Bahn-Chef Mehdorn Kontakt aufgenommen. Und er selbst habe zusammen mit Wirtschaftsförderer Karl-Heinz Saße erste Gespräche in Hannover geführt. Erst kürzlich seien auch Vertreter der Bahn und des Landesbetriebes Straßenbau in Kirchlengern gewesen. Nächster Schritt sei nun eine Kostenschätzung. Meier machte deutlich, dass ein Tunnel wie der am Bünder Bahnhof im Zentrum Kirchlengerns nicht ausreiche. Zu berücksichtigen seien die großen Unternehmen und die geplante Gewerbetrasse nach Spradow. Das neue Bahnhofumfeld ist nach Worten des Bürgermeisters einem Tunnel schon angepasst.

(Neue Westfälische Bünder Tageblatt, Samstag 14. Juli 2007)


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